Ein Puzzle setzt sich aus vielen Einzelteilen zusammen. Erst wenn die einzelnen Teile ineinander greifen, wird das wirkliche Bild erkennbar. Das gilt auch für das Gesundheitswesen: Erst die Vernetzung einzelner Leistungserbringer ermöglicht eine hohe, patientenzentrierte Versorgungsqualität.
Praxisnetze, Medizinische Versorgungszentren und integrierte Versorgungsstrukturen bringen seit einigen Jahren eine ganz neue Dynamik in das deutsche Gesundheitswesen. Auch wenn über einige Modelle lebhaft diskutiert wird, sind sich alle Akteure prinzipiell einig, dass über die Gräben zwischen den Versorgungsbereichen Brücken geschlagen werden müssen. So hat auch der Sachverständigenrat in seinem aktuellen Gutachten festgestellt, bei der Integrierten Versorgung gehe es nicht mehr um das „ob“ sondern um das „wie“.
Die zentralen Ziele vernetzter, integrierter Versorgung liegen auf der Hand: mit einer koordinierten Behandlung steigen Qualität und Effizienz. Davon profitieren die Patienten, aber auch die Ressourcen werden so geschont. Nun ist es schon nicht leicht, die Qualität in isolierten Versorgungszusammenhängen zu optimieren. Je mehr Personen und Institutionen aber am Behandlungsprozess beteiligt sind, umso wichtiger wird diese Aufgabe.
Wie tragen integrierte Versorgungsstrukturen konkret zur Qualitätsverbesserung bei? Welche Strategien wenden die Akteure in der Praxis an? Im Rahmen des Winter-Symposiums von Stiftung Praxissiegel e. V. möchten wir mit Praktikern diskutieren, welche Qualitätsstrategien in integrierten Versorgungsstrukturen erfolgreich sind.
Zu der Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch in Berlin.
Prof. Dr. Eckart Fiedler Dr. Brigitte Mohn Dr. Stefan Bilger